Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,
die Rahmenbedingungen für die ambulante medizinische Versorgung verändern sich zunehmend. Die verschärfte Budgetierung der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Rahmen des GKV Beitragsstabilisierungsgesetzes stellt unsere Praxis vor erhebliche organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen.
Davon betroffen ist das gesamte Spektrum unserer ambulanten kassenärztlichen Versorgung für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten – einschließlich der regulären Sprechstundentermine, der Hautkrebsvorsorge- und auch Nachsorge.
Da die verfügbaren Behandlungskapazitäten und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit in Krafttreten des neuen GKV Beitragsstabilisierungsgesetzes massiv reduziert wurden, müssen wir die Anzahl der regulär angebotenen GKV-Termine künftig stärker begrenzen und unsere Terminplanung entsprechend anpassen.
Zusätzliche Anforderungen ergeben sich durch die am 15.10.2026 beschlossene Neustrukturierung der Notfallversorgung, die uns vorgibt ein noch zu bezifferndes Kontingent an Terminen für Akuttermine frei zu halten und deren Vergabe aktuell noch nicht geklärt ist (sogar eine zentrale Vergabe wird diskutiert). Um die hierfür erforderlichen Kapazitäten berücksichtigen zu können, sind wir gezwungen weitere Termine zu blockieren, die wir an Sie – unsere Stammpatienten – nicht vergeben können. Dies schränkt die Verfügbarkeit regulärer Termine leider zusätzlich ein.
Wir bedauern diese Entwicklung ausdrücklich. Die Einschränkungen sind nicht Ausdruck mangelnder Bereitschaft, Sie medizinisch zu versorgen, sondern Folge gesundheitspolitischer und struktureller Rahmenbedingungen, die unsere Möglichkeiten zunehmend begrenzen.
Unser Ziel bleibt es, Ihnen eine qualitativ hochwertige dermatologische Versorgung zu ermöglichen. Wir bitten Sie deshalb um Verständnis, wenn es künftig zu längeren Wartezeiten, eingeschränkten Terminangeboten oder einer Priorisierung medizinisch dringlicher Behandlungen kommt.
Sie können Ihre Stimme nutzen
Gesundheitspolitische Entscheidungen werden von politischen Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern getroffen. Die Abstimmungen und Entscheidungen im Bundestag sind öffentlich nachvollziehbar.
Wenn Sie die zunehmenden Einschränkungen bei der Terminvergabe und die Auswirkungen auf Ihre dermatologische Versorgung kritisch sehen, können Sie sich direkt an Ihre gewählten Abgeordneten wenden und Ihre Bedenken auch zu deren Abstimmungsverhalten schildern.
Denn eine verlässliche medizinische Versorgung ist ein gemeinsames Anliegen. Die Erfahrungen der Patientinnen und Patienten sind wichtig, um der Politik deutlich zu machen, welche konkreten Auswirkungen gesundheitspolitische Entscheidungen im Alltag haben.
Wir möchten Sie daher ermutigen, Ihre Anliegen und Beschwerden direkt an die zuständigen politischen Vertreterinnen und Vertreter zu richten.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Praxisteam
